Angelurlaub an der frühlingshaften Ostsee

Sonne, Strand und Meer – nicht jeder Urlauber denkt dabei primär ans Faulenzen in der Sonne und seichte Planschen im Wasser. Jedes Jahr im Frühling lockt die Ostsee Tausende Angler an ihre Küsten. Sie gehen auf Fang nach Dorschen, Flundern, Schollen, Hornfisch, Hering, Lachs oder Meerforellen. 1700 Kilometer Küste bieten viel Platz fürs Brandungsangeln, für Hochsee- und Kutterabenteuer oder geselliges Seebrückenangeln.
Mecklenburg-Vorpommern ist eine Hochburg für die Petrijünger. Die Inseln Rügen, Usedom und Fischland-Darß-Zingst, aber auch Rostock, Kühlungsborn und Boltenhagen sind beliebte Reviere. Ebenso gibt es im Nachbarland Schleswig-Holstein zahlreiche Angebote und Varianten für einen unvergesslichen Angelurlaub.

Auf eigene Faust

Sehr einfach lässt es sich auf eigene Faust von den oft mehrere hundert Meter langen Seebrücken in den Ostseebädern angeln. Hier reicht das Wasser immerhin bis zu 9 Meter in die Tiefe. Entsprechend groß ist die Vielfalt an Exemplaren, die sich hier tummeln. Auch beim Brandungsangeln vom Strand aus lassen sich in der Morgen- und Abenddämmerung gute Fänge machen, traditionell im Frühling, Herbst und Winter.

Dicht an dicht in der Heringssaison

Ein Phänomen, das seinesgleichen sucht, ist die Heringssaison an der Ostsee: Im Frühjahr kommt der Hering in Schwärmen zum Laichen an die Küste oder wandert in die Boddengewässer. Die glatte Wasseroberfläche wird in dieser Zeit von einer Armada aus kleinen Fischerbooten bevölkert. Und auf den Brücken, Molen und Hafenanlagen stehen viele hundert Meter Angler aufgereiht nebeneinander und ziehen die kleinen Fische eimerweise aus den Tiefen. Wer kein eigenes Boot zur Verfügung hat, gesellt sich dazu oder bucht eine geführte Bootstour, die an fast allen Häfen angeboten wird.

Rundumservice beim Wattangeln

Auch die Meerforelle lässt sich im Frühjahr zur Laichzeit des Herings fangen, denn sie folgt den Schwärmen in Richtung Küste. Die richtigen Stellen kann man sehr gut bei einem Meerforellen-Guiding kennenlernen. Hier bieten Experten teilweise einen Rundum-Service mit Angellizenzen, Leihgerät, Köder, Zubehör und Vollverpflegung an. Daneben erlernt man als Einsteiger das komplette Rüstzeug zum Watangeln und wird dorthin gebracht, wo die Fische beißen – ob nach Flensburg oder Mecklenburg, vor Kap Arkona auf der Insel Rügen oder in den Greifswalder Bodden. Sowohl für Einsteiger als auch für leidenschaftliche Profis bieten sich solche geführten oder pauschalen Angeltouren an.

Abenteuer Hochseeangeln

Eine bisschen Seefahrerromantik auf dem offenen Meer verspricht das Hochsee-Angeln. Vom Kutter aus riecht die frische Meeresbrise gleich viel intensiver nach Abenteuer, wenn der Kutter durch die Ostseewellen bricht und die Gischt über den Bug auf die Angler spritzt. Der Kutter ist die beliebteste Methode, um Dorsche zu angeln. In jedem größeren Hafen an der mecklenburgischen Ostseeküste halten Kapitäne entsprechende Angebote bereit, ganztägige und mehrtägige Fahrten. Die Seite blinker.de gibt einen guten Überblick.
Ein Highlight ist das Lachsangeln im Frühjahr. Eigentlich ist es das Metier der Spezialisten, doch an der Ostsee können auch Amateure in diesen Genuss kommen. Lokale Fischer bieten an vielen Küstenorten Angelfahrten auf hochseetauglichen Booten an und stellen häufig sogar die komplette Ausrüstung zur Verfügung. Auch von der Erfahrung der Kapitäne lässt sich profitieren, denn sie kennen die besten Fangplätze und die Wetterverhältnisse. Und fürs Essen ist in der Regel in der Kombüse an Bord gesorgt.

Entspannung inklusive

Legt man nach einem langen und aufregenden Tag bei Sonnenuntergang an Land an, rufen die Glieder nach Entspannung. Um die Kälte der rauen Gischt aus den Knochen zu vertreiben, bietet sich daher die Kombination von Angeln und Wellness an. Unterkünfte mit Wellness- und Spa-Bereichen gibt es zahlreich, durchaus nahe der Seebrücken und Anlegestellen.
Besteht zwischendurch einmal Bedarf an angelfreien Auszeiten, bietet die Ostsee reichhaltige Alternativen zur Freizeitgestaltung: Traditionsreiche Hansestädte locken mit historischen Altstädten, gut ausgebaute Radwanderwege laden ein, idyllische Landschaften und Naturschauspiele zu erkunden und weite Sandstrände zu entspannenden Spaziergängen. So lässt sich die nötige Ruhe tanken, um auf einem letzten Angelausflug die Kühltasche für den häuslichen Fischbedarf zu füllen.



March 11, 2016, 7:34 a.m.
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